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Rotaugen (Rutilus) sind eine Gattung der Karpfenfische, die in Eurasien verbreitet ist. Die Nominatform ist das Rotauge (Rutilus rutilus), auch Plötze oder Schwal genannt.
Merkmale
Die Plötze lebt als anspruchsloser Schwarmfisch im Süßwasser aller Gewässertypen, ist aber auch im Brackwasser und in der Nord- und Ostsee zu finden. Sie erreicht eine Länge von 25 bis 45 Zentimetern, ein Gewicht von bis zu 1,5 Kilogramm und hat einen silbrig gefärbten Körper mit weißer Bauchseite und rötliche Augen und Flossen. Die Plötze ist ein beliebter Angelfisch, regional auch ein begehrter Speisefisch. Allerdings ist anzumerken, dass Rotaugen sehr grätenreich sind und daher der Verzehr etwas beschwerlich. Abhilfe schafft, wenn man die gebratenen oder gegrillten Fische in einer Essigmarinade nach Art der Bratheringe einlegt. Dann werden die feinen Gräten derart weich, dass man sie mitessen kann.
Ernährung
Die Nahrung der Plötze besteht einerseits aus halbverrotteten Pflanzenteilen und verschiedenen Wasserpflanzen wie z.B. Wasserpest, Tausendblatt (Myriophyllum), Wasserlinsen und Armleuchteralgen (Characeae) und andererseits diversen Kleintieren wie Plankton, Würmer, Insektenlaven, Insekten, kleine Schnecken und Muscheln.
Systematik
Weitere Arten der Rotaugen sind beispielsweise der Frauennerfling (Rutilus pigo virgo), der sich von der Plötze nur durch kleinere Schuppen unterscheidet und der bis zu 55 Zentimeter lange, in Flüssen und Seen der Alpen lebende Perlfisch (Rutilus frisii meideringi) mit sehr kleinen Schuppen.
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