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  Sportfischerverein Dietzhölztal e.V.

Fischlehrpfad - Krebse

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                                                              letzte Aktualisierung 14.03.2006
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Krebse

  Edelkrebs

  Steinkrebs

  Roter amerikanischer Sumpfkrebs

  Signalkrebs

 

 

 

 

 

 

 

 

Edelkrebs

(Dieses Bild basiert auf dem Bild Crayfish-Astacus astacusP1002890.JPG aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Der Urheber des Bildes ist: Crayfish, photographed in Karabakh, by Raffi Kojian .)

Der Edelkrebs oder Europäische Flusskrebs (Astacus astacus) ist der größte unter den in Europa heimischen Krebsarten. Er wird 15-20 Jahre alt.

Wissenschaftlicher Name: Astacus ist vom von griechischen Astakos = Meerkrebsart abgeleitet.

Beschreibung

Größe

16 Zentimeter, maximal bis ca. 18 bis 20 cm.

Nase (Rostrum)


Die Seiten sind glatt und vereinigen sich vorne bei der Schulterregion. Die Stirnspitze (Apex) ist abgesetzt, lang und spitz. Längs der Stirnspitze verläuft ein mit Sägezähnen besetzter Mittelkiel bzw. bezahnter Kamm.(1) Die zweiten Antennen sind kürzer als der Körper.

Körper


ist glatt, ohne Dornen und Höcker. Zweiteilige Augenleiste oder 2 Paar Postorbitalknoten.(2) Hinter der Nackenfurche sind mehr oder weniger deutlich ausgeprägte (mindestens 2) Dornen bzw. Höcker ausgebildet.(5) Zwischen der Nackenfurche und dem Auge, also am seitlichen Vorderkopf, sind keine weiteren Dornen oder ausgeprägte Höcker ausgebildet. Färbung i. d. R. dunkelbraun, kann aber von beige bis hellbraun variieren; vereinzelt treten auch blaue Individuen auf.

Scheren


Sie sind kräftig, Die Oberseite ist stark gekörnt und dunkelbraun. Scherenunterseite lebhaft rot bis schmutzig braun, aber nie weiß, beige, oder leicht orange. Die Haut im Scherengelenk ist leuchtend rot.(3) Zwei Höcker am unbeweglichen Scherenfinger.(4) Schere am unbeweglichen Teil eingebuchtet.(5)

Geschlechtserkennung


Beim Männchen sind die ersten zwei Paare Schwimmfüßchen zu Begattungsorganen (Gonopoden) umgebildet. Diese Füße der vordersten beiden Hinterleibssegmente werden nach vorne geklappt getragen, so daß sie die (kleine)Geschlechtsöffnung (zwischen den letzten und vorletzten Beinpaaransätzen an der Unterseite des Thorax) komplett verbergen. Der Hinterleib (Abdomen) ist am Ansatz schmäler als der Thorax. Im direkten Vergleich zwischen Mänchen und Weibchen hat das Männchen ein deutlich schmaleres Abdomen. Dieser Unterschied ist besonders deutlich von oben zu erkennen.

Das Weibchen erkennt man am besten, wenn es Eier an der Bauchunterseite (ventral) hat. Ansonsten an den Eileiteröffnungen (Gonoporen) an der Basis des zweiten Schreitbeinpaares. Beim Weibchen ist die Geschlechtsöffnung (zwischen den letzten und vorletzten Beinpaaransätzen an der Unterseite des Thorax) relativ groß und liegt offen zu Tage. Alle Schwimmfüße werden nach hinten getragen. Das Abdomen hat am Ansatz nahezu die gleiche Breite wie der Thorax. Im direkten Vergleich zwischen Männchen und Weibchen hat das Weibchen ein etwas breiteres Abdomen. Dieser Unterschied ist besonders deutlich von oben zu erkennen. Diese Geschlechtsunterschiede sind offenbar allen Dekapoden gemeinsam.

Die Männchen haben breitere und größere Scheren. Männliche Edelkrebse können bis 18 cm Körperlänge und bis zu 350 Gramm Gewicht erreichen. Weibchen sind deutlich kleiner. Die Geschlechtsreife erreichen sie mit drei Jahren.

Vermehrung


Bei sinkenden Wassertemperaturen im Herbst erfolgt die Paarung. Dabei werden die Weibchen von den Männchen mit den Scheren festgehalten und auf den Rücken oder in Seitenlage gedreht. Die Weibchen sind bei Paarungsbereitschaft kooperativ, sodass auch weitaus kleinere Männchen in der Lage sind, körperlich überlegene Weibchen zu begatten. Bei dieser Begattung heften die Männchen mit ihren Befruchtungsbeinchen (Gonopoden), kleine weiße, etwa 1 mm starke stäbchenförmige Samenpaket mit Hülle (Spermatophoren), an den Weibchen an. Diese sind meist Bauchunterseitig (ventral), zwischen den letzten Schreitbeinen oder am Schwanzfächer zu finden. Die Eier, 50 - 400 Stück werden vom Weibchen 26 Wochen unter dem eingeschlagenen Hinterleib getragen. Zwischen Mai und Juni schlüpfen die fast vollständig entwickelten Krebslarven, die während der ersten Tage einen Dottersack haben. Die kleinen Krebse sind fast durchsichtig und häuten sich nach etwa zehn Tagen zum ersten Mal. Die Jungkrebse bleiben ein Paar Tage beim Muttertier. Allerdings entwickeln sich höchstens 10 bis 20 % der Eier bis zum Jungkrebs.

Häutungen:

Jahr: 7- bis 10-mal
Jahr: 4- bis 5-mal
Jahr: 2- bis 3-mal
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Lebensraum
Liebt sommerwarme, nährstoffreiche Gewässer der Niederung, er ist aber auch in Fließgewässern höherer Lagen zu finden. Die Sommertemperaturen müssen für 2 bis 3 Monate 16 °C erreichen, anderenfalls findet keine Entwicklung der Geschlechtsteile (Gonaden) und damit keine Vermehrung statt. Meidet sehr schlammige Gewässer, da er gerne Wohnhöhlen gräbt. Diese werden in den Uferböschungen angelegt oder aber unter Steinen, Wurzeln und totem Holz. Reagiert empfindlich auf chemische Verschmutzung, besonders auf Insektizide.

Verbreitung


Der Edelkrebs kommt in ganz Europa vor. Er fehlt nur auf der Iberischen Halbinsel, in Nordengland und Irland. Er wurde und wird aber durch die Krebspest stark dezimiert.

Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Edelkrebs aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der

GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 

Steinkrebs

Der Stein- oder Bachkrebs (Austropotamobius torrentium) ist eine heimische Art. Der Steinkrebs ist der kleinste europäische Krebs. Er ist durch die Krebspest gefährdet.

Wissenschaftlicher Name: Austro = Auster = Süden; potamo = Fluss; bius = bios = Leben und torrentium = Fluss, Tiefe.

Beschreibung

Größe


Die Art wird kaum größer als 9 bis 10 cm.


Nase (Rostrum)


Die Seiten sind glatt und vereinigen sich vorne zu einem gleichseitigen Dreieck. Stirnspitze nicht abgesetzt und im Vergleich zu den anderen Krebsarten sehr stumpf.(1) Kein Mittelkiel vorhanden.

Körper


Glatt, ohne Dornen und Höcker. Einteilige Augenleiste.(2) Hinter der Nackenfurche ist keine Bedornung erkennbar.(3) Zwischen der Nackenfurche und dem Auge, also am seitlichen Vorderkopf, sind keine Dornen oder Höcker vorhanden. Die Unterseite der Schuppe der zweiten Antenne besitzt einen sägezahnartig gezähnten Kamm.(4) Färbung i.d.R. braun bis oliv, kann aber von beige bis hellbraun variieren.

Scheren


Oberseite gekörnt. Unterseite hell, meist beige, in vereinzelten Fällen leicht orange, nie rot oder schmutzig braun. Ein Höcker am unbeweglichen Scherenfinger.

Geschlechtserkennung


Männchen mit kräftigeren Scheren

Lebensraum


Der Steinkrebs besiedelt kalte, auch sehr kleine Bäche oder hoch liegende kühle Seen. Das Gewässer muss mindestens 8 °C im Sommer erreichen. Sein Temperaturoptimum für diese Zeit liegt zwischen 14 – 18 °C, über 23 °C wird es für ihn kritisch. Gräbt kleine Höhlen unter Steinen, Wurzeln und totem Holz. Leidet unter dem Eintrag von Schwemmstoffen (meist durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, die an ein Gewässer angrenzen) weil seine Wohnhöhlen mit Sediment angefüllt werden. Lebt auch in extremen Gebirgsbächen, außer in solchen mit großer Geschiebeführung bei Hochwasser. Reagiert empfindlich auf chemische Verschmutzung, besonders auf Insektizide. Ist aber auch gegenüber organischen Belastungen empfindlicher als der Edelkrebs.

Verbreitung


Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Alpenraum und angrenzenden Mittelgebirgen.

 

Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Steinkrebs aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der

GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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Roter amerikanischer Sumpfkrebs

Der Rote amerikanische Sumpfkrebs oder Louisiana Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) ist eine nichtheimische Art. Er ist Überträger der Krebspest, gegen die er selber immun ist. Bei kleinen, Tieren ist die Bestimmung schwieriger, weil sie oft eine unscheinbare graue Färbung zeigen.

Beschreibung

Größe


Kaum größer als 10 cm, maximal bis zu 15 cm.

Nase (Rostrum)


Zwischen den glatten Seiten der Basalteile, die sich vorne zu einer abgesetzten, kurzen und spitzen Stirnspitze vereinigen(1), ist die Fläche tief eingebuchtet.(2) Kein Mittelkiel vorhanden.

Körper


Auffallend ist die starke Bedornung (Körnung) des gesamten Panzers, die mittige Vereinigung der Rückenfurchen(3) und die einteilige Augenleiste. Färbung i.d.R. dunkelbraun bis schwarz, gelegentlich auch blau oder weiß. Die Übergänge zwischen den dunklen Hinterleibsringen sind lebhaft rot gefärbt, ebenso die Laufbeine.

Scheren


Geschwungen. Die dunkle Scherenoberseite ist mit vielen kräftigen, leuchtend rot gefärbten Dornen übersäht. Scherenunterseite leuchtend rot. Starker Dorn (Sporn)(4) an der Innenseite des Segments hinter der Schere. Zwei Höcker am unbeweglichen Scherenfinger.

Vermehrung


Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet ein Sommerbrüter (während der Trockenzeit). Hier in Europa völlig umgestellt und zum Winterbrüter geworden. Bei hohen Temperaturen können mehrere Bruten pro Jahr stattfinden. Sind an keine Jahreszeit gebunden. Die Eier entwickeln sich bei 10° C ebenso wie bei 25°C! Das Weibchen trägt 150 - 200 Eier, etwa 3 - 4 Wochen.


Lebensraum


Lebt ursprünglich in Gewässern des Tieflandes, in Sümpfen und großen Strömen, auch in semipermanenten Gewässern! Hat geringste Ansprüche an Sauberkeit und Sauerstoffgehalt. Erträgt hohe Wassertemperaturen und auch Austrocknung der Gewässer. Gräbt sich dann bis in 5m Tiefe und komplexe Wohnhöhlen. Zerstört dadurch auch Dämme!

Verbreitung


Der rote amerikanische Sumpfkrebs stammt ursprünglich aus dem Süden der USA (Hauptgebiet Louisiana, zweiter deutscher Name) und wurde in Europa erstmals 1973 in Spanien ausgesetzt. Große Wanderfreude, auch übers Land. Man nahm an, dass diese Krebsart in Mittel- und Nordeuropa im Freiland nicht überleben kann. Dies hat sich leider nicht bewahrheitet. Es gibt bereits einige reproduzierende Populationen auch in Deutschland und der Schweiz. Diese Krebsart hat ein sehr aggressives Ausbreitungsverhalten.

Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Roter amerikanischer Sumpfkrebs aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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Signalkrebs

Junger Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus). Das abgebildete Tier lebt in einem Aquarium.

(Dieses Bild basiert auf dem Bild Signalkrebs.jpg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Der Urheber des Bildes ist MdE.)

 

Der Signal- oder Bachkrebs (Pacifastacus leniusculus) ist keine heimische Art und somit als Neozoen eingestuft. Diese Krebsart ist ein Überträger der Krebspest, gegen die er selbst relativ resistent ist.

Beschreibung

Größe


17 cm, in Extremfällen bis zu 30 cm.

Nase (Rostrum)


Die Seiten sind glatt, verlaufen mehr oder weniger parallel und vereinigen sich in der Schulterregion.(1) Die Stirnspitze ist abgesetzt, lang und sehr spitz. Längs der Stirnspitze verläuft ein glatter Mittelkiel.

Körper


Glatt, ohne Dornen und Höcker. Zweiteilige Augenleiste.(2) Hinter der Nackenfurche sind keine Dornen oder Höcker vorhanden. Zwischen der Nackenfurche und dem Auge, also am seitlichen Vorderkopf, sind keine weiteren Dornen oder ausgeprägte Höcker ausgebildet. Färbung i.d.R. bläulich-braun bis rötlich-braun, kann aber zwischen hell- und dunkelbraun variieren. Der Rückenpanzer ist an der Spalte zum Hinterleibsansatz dunkel-schwarzgrün abgesetzt.(3)

Scheren


Kräftig, Ober- und Unterseite glatt und ungekörnt. Scherenunterseite lebhaft rot. Charakteristisch ist ein großer, weiß-türkisfarbener „Signal-Fleck“ im Bereich des Scherengelenkes (deutscher Name!).(4) Einfacher Höcker (kleiner Knoten) am unbeweglichen Scherenfinger.

Geschlechtserkennung

gekochter Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus)Ist 12 cm (Weibchen) bis über 16 cm (Männchen) lang. Gewicht von 80 g (Weibchen) bis 200 g (Männchen).

Lebensraum


Lebt hier bei uns in Gewässern, die früher vom Edelkrebs besiedelt wurden. Hat ähnliche Ansprüche wie dieser, lebt in Fließ- und Stillgewässern. Erträgt etwas höhere Temperaturen als der Edelkrebs (mehr als 25°C). Gräbt sich Wohnhöhlen. Diese werden in den Uferböschungen angelegt oder aber unter Steinen und Wurzeln. Große Exemplare gehen in großen Gewässern oft ins Tiefenwasser und verbringen dort den Tag, ohne einen Unterschlupf aufzusuchen. Höhere Toleranz gegenüber chemischer und organischer Verschmutzung der Gewässer als unsere heimischen Krebse.

Verbreitung


In den 1960er Jahren von der Pazifikküste der USA nach Europa importiert. Derzeit rasante Ausbreitung in Fließgewässern unter Verdrängung des Edelkrebses. In weiten Teilen Europas kommt der Signalkrebs nur punktuell vor, in Skandinavien, Großbritannien und Teilen Österreichs liegen vereinzelt dichtere Verbreitungen vor.

Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Signalkrebs aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der

GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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