Stark gefährdet
Lateinischer Name: Carassius carassius L.
Weitere Namen: Schneiderkarpfen, Bauernkarpfen, Moorkarpfen, Crucian carp (engl.), Carassin (franz.)
Merkmale: |
Größe: 20-35 cm, in nahrungsreichen Gewässern maximal 50 cm. Gewicht: maximal 3 kg. Körperform: Die Karausche hat einen gedrungenen, hochrückigen Körper, der seitlich zusammengedrückt ist. Sie besitzt keine Barteln. Flossen: Der Rand der hohen Rückenflosse ist nach außen gewölbt. Sie hat 17 bis 25 Strahlen, wobei der erste Strahl weich und biegsam ist. Der Hinterrand ist nur schwach gesägt. Die Schwanzflosse ist leicht eingekerbt. Die Afterflosse hat 8-11 Strahlen. Schuppen: Die Karausche hat große Schuppen, entlang der Seitenlinie können 31 bis 55 gezählt werden. Färbung: Der Rücken ist braun und hat einen grünlichen Glanz. Die Flanken sind heller und haben eine gelblich braune Färbung. Auf dem Schwanzstiel befindet sich ein dunkler Fleck. Der Bauch ist gelb bis schmutzig-weiß (TEROFAL 1984). Bauch-, Brust- und Afterflossen schimmern leicht rötlich. |
Ökologische
Ansprüche: |
Die Karausche bevorzugt kleine, pflanzenreiche, stehende Gewässer. Da sie sehr anpassungsfähig ist, kann sie aber auch in Flüssen mit geringer Strömungsgeschwindigkeit und im Brackwasser vorkommen. Indem sie sich in den Bodenschlamm eingräbt, kann sie sogar ein kurzzeitiges Trockenfallen des Gewässers überleben.
Als Nahrung dienen kleine wirbellose Tiere (Würmer, Wasserflöhe, Muscheln, Schnecken, Insektenlarven) und Pflanzen.
In der Laichzeit (Mai bis Juni) legen die Weibchen bei einer Wassertemperatur von mindestens 14 °C 150.000 bis 300.000 klebrige, 1 bis 1,5 mm große Eier portionsweise an Wasserpflanzen ab (phytophiler Laicher). |
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Die Karausche kommt in Mitteleuropa bis zur Lena in Ostsibirien vor. Ausnahmen sind Nordskandinavien, Nordengland, Irland, Nordspanien, Italien, Westjugoslawien und das Alpengebiet. |
Vorkommen in
Nordrhein-
Westfalen:
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Ursprünglich kam die Karausche in den größeren Flüssen, Altarmen, Auskolkungen, Teichen und Gräben der Ebene vor. Im Mittelgebirge fehlte sie (LANDOIS 1892).
Anfang der 90iger Jahre waren Vorkommen hauptsächlich in Flachlandgewässern bekannt.
Aktuelle Angaben zur Verbreitung sind in Bearbeitung. |
Gefährdung: |
Die Karausche ist in Nordrhein-Westfalen stark gefährdet. |
Literatur: |
LANDOIS 1892, TEROFAL 1984 |
Quelle: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
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