Aal
  Sportfischerverein Dietzhölztal e.V.

Fischlehrpfad - Der Aal

Linienverzierung
                                                              letzte Aktualisierung 14.03.2006
Linienverzierung
Startseite

Wir über uns

Aktuelles
Termine
Gallerie
Gesetze
Gewässer

Fischlehrpfad

Aal

Aland

Äsche

Bachsaibling

Bachforelle

Barbe

Barsch

Bitterling

Brassen

Döbel

Dreistacheliger Stichling

Elritze

Graskarpfen

Gründling

Güster

Hasel

Hecht

Karausche

Karpfen

Kaulbarsch

Koppe

Lachs

Maifisch

Moderlieschen

Nase

Quappe

Rapfen

Regenbogenforelle

Rotauge

Rotfeder

Schlammpeizger

Schleie

Schmerle

Schneider

Seesaibling

Steinbeißer

Sterlet (Stör)

Ukelei

Wels

Zährte

Zander

Krebse

 

Jungangler
Tipps & Tricks
Presse
Rezepte
Angler-Forum
Gästebuch
Links
Impressum
 
Rechtliche Hinweise:
disclaimer

 
 

 
 

 

Der Aal (Europäischer Aal)

Europäischer Aal

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist eine Art der Flussaale und in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika beheimatet. Er hat einen schlangenförmigen, langgestreckten, drehrunden Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgängigen Flossensaum. In der dicken Haut sind sehr kleine Rundschuppen eingebettet. Der europäische Aal hat ein oberständiges Maul, das heißt der Unterkiefer ist etwas länger als der Oberkiefer.

(Dieses Bild basiert auf dem Bild Anguilla_anguilla_gr.png aus der freien

Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der

GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Der Urheber des Bildes ist Robbie Cada.)

Die Färbung auf der Oberseite kann zwischen schwarz und dunkelgrün schwanken, wohingegen die Unterseite von gelb (junger, sog. Gelbaal) bis weiß (erwachsener, sog. Blankaal) variieren kann.

Erwachsene Weibchen können bis zu 150 cm lang und 6 kg schwer werden, Männchen erreichen nur 60 cm Länge. Solche Größen werden aber bloß extrem selten erreicht, und schon ein Weibchen von einem Meter Länge ist ausgesprochen groß. Vom Amerikanischen Aal ist der Europäische Aal äußerlich kaum zu unterscheiden.

Lebenszyklus und Fortpflanzung

Der Aal ist ein so genannter katadromer Wanderfisch; das heißt, er wandert zum Laichen von den Flüssen und Bächen hinab ins Meer.

Aale schlüpfen im Atlantik, in der Sargassosee. Die halb entwickelten Aale werden im so genannten Weidenblattstadium (Leptocephalus-Larve), das etwa 3 Jahre dauert, vom Golfstrom in den nördlichen Atlantik getragen.

AaleIn dieser Alterstufe spricht man von Glasaalen, diese sind etwa 7 cm lang. Im Frühjahr schwimmen sie in zum Teil großen Schwärmen von den europäischen Küsten flussaufwärts in die Binnengewässer des Landesinneren. Dort wachsen sie die nächsten Jahre zur vollen Größe heran. Weibliche Tiere werden mit 12 bis 15 Jahren geschlechtsreif, männliche bereits in einem Alter von sechs bis neun Jahren. Zum Ablaichen wandern die Tiere im September/Oktober aus den Gewässern des Landesinneren über die Flüsse dahin zurück, wo sie geschlüpft waren: in die Sargassosee. Dabei werden innerhalb eines Jahres teilweise Strecken von über 5000 Kilometern ohne Nahrungsaufnahme gegen den Golfstrom zurückgelegt.

Während der letzten Zeit in den Binnengewässern und auf dem Weg zurück zum Meer verändern sich die Körpermerkmale der Tiere: Sie verändern ihre ursprüngliche Färbung am Bauch von gelb-braun zu silbrig-grau, der After zieht sich ein und die Augen erweitern sich. Dieser Umwandlungsprozess dauert ca. 4 Wochen. In dieser Zeit ist die Nahrungsaufnahme stark eingeschränkt und der Aal hält sich verborgen. Ab diesem Zeitpunkt werden sie Blankaale genannt. Das Umfärben ist vermutlich eine Anpassung an die Gegebenheiten des offenen Meeres - dort ist ein silbrig-glänzender Unterbauch weniger auffällig als ein gelber. Auch die Augen der Tiere vergrößern sich, eine weitere Anpassung an die Gegebenheiten des Meeres. Die auffallendste Veränderung betrifft jedoch die Nahrungsaufnahme: Die Tiere stellen diese nämlich vollständig ein, und bleiben während der Wanderung auf die angefressenen Fettreserven angewiesen: Der Verdauungstrakt verkümmert und der After bildet sich zurück.

In der Sargassosee laichen die Tiere ab und sterben.

Aale sind in der Lage beachtliche Strecken über feuchtes Land zurückzulegen, denn sie können den lebensnotwendigen Sauerstoff über die Haut aufnehmen.

Lebensweise

Aale sind insbesondere in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Sie ernähren sich vorwiegend von Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven etc., aber auch von Fischlaich.

Hierbei unterscheiden sich 2 Varianten von Aalen, die sich nur an der Form ihres Mauls unterscheiden. Variante 1 ist der Spitzmaulaal, der sich vorwiegend von Krebsen etc. ernährt. Variante 2 ist der Breitmaulaal, der sich vorwiegend von kleinen Fischen ernährt.

Beide Arten existieren auch nebeneinander in den gleichen Gewässern, wobei die prozentuale Verteilung auf die beiden Sorten ausschließlich von dem vorherrschenden Nahrungsangebot abhängt. So wird man in Gewässern mit einem übermässigen Bestand an kleinen Fischen und einem geringen Bestand an Krebsen bis zu 90% Breitmaulaale im Verhältnis zu Spitzmaulaalen finden und umgekehrt.

Die oft verbreitete Aussage, Aale seien Aasfresser resultiert aus ihrem Versteckverhalten, was früher durch das Auslegen von Tierschädeln zum Fang genutzt wurde. Diese Fangmethode wurde in der Blechtrommel von Günter Grass literarisch beschrieben. Fischer wissen, daß Aale bestenfalls frisch getötete Köder fressen, niemals aber verweste.

Wissenschaftsgeschichte


Der Lebenszyklus des Europäischen Aales gab den Menschen über viele Jahre Rätsel auf. Aristoteles war noch davon überzeugt, dass Aale entweder spontan im Schlamm entstünden, sich aus Staub bildeten oder von Erdwürmern geboren werden. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts erkannte man die durchsichtigen und weidenblattähnlich geformten Fischchen, die bis dahin als Leptocephalus breviroistris wissenschaftlich beschriebenen worden waren, die Larvenform der Aale seien. 1922 entdeckte der dänische Zoologe Johannes Schmidt die bis heute kleinsten Larven südlich der Bermudas.

Nach heutigem Wissensstand beginnt der Fortpflanzungszyklus der Europäischen Aale dort in der Sargassosee. Die Larven, die dort schlüpfen, driften mit dem Golfstron in das Mündungsgebiet der europäische Flüsse. Während ihrer Drift leben die Larven vom Plankton.

Aalfang


Die Aalwanderung in der Ostsee durch die dänischen Belte war die Basis für eine große traditionelle Fischerei mit charakteristischen Netzen (Bundgarn). Meist werden Aale aber in Aalreusen gefangen, die besondere Fallenkostruktionen darstellen.

Angeltechnik

Fangsaison für den Europäischen Aal ist von März bis Oktober. Aale werden beim Grundfischen erbeutet; als Köder dienen Würmer, Krebs- und Fischstücke oder tote Köderfische. Angler weisen darauf hin, dass Aale nach dem Anbiss möglichst rasch gelandet werden sollten, da sie gerne um Hindernisse unter Wasser herumschwimmen und sich so festsetzen. Auch Käse (Edamer, Emmentaler) soll mittlerweile ein beliebter Köder sein. Hauptsache er riecht stark. Der Aal wird als nachtaktiver Fisch überwiegend am Abend oder nachts erbeutet. Erfolgversprechend sind im Frühjahr besonders flache Stellen, an denen sich das Wasser schnell erwärmt. Bei fallenden Temperaturen im Herbst beißen die Aale noch an tiefen Gewässerstellen. In tiefen Seen können noch im November Aale gefangen werden. Grundsätzlich gehen die Aalfänge in Europa seit Jahren stark zurück. Es wird bereits über ein partielles Fangverbot nachgedacht.

Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Europäischer Aal aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Startseite • Wir über unsAktuellesTermineGallerieGesetze Gewässer • Fischlehrpfad • Jungangler • Tipps & Tricks • PresseberichteRezepteAngler-Forum • GästebuchLinks •  Impressum und rechtliche Hinweise

S.F.V. Dietzhölztal e.V., alle Rechte Vorbehalten (rechtliche Hinweise)

Die Links auf unserer Webseite werden von uns nicht auf ihre Aktualität geprüft. Für die betreffenden Seiten übernehmen wir keine Haftung!